Sommerquiz für Senioren
Es geht um Sommerfrische, Freischwimmer und Teutonengrill, um Gewitter, Beeren und Hundstage. Zwei Schlager kann die Runde gleich mitsummen.
- 20 Fragen
- 2 Schlager zum Mitsummen
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Alle 20 Sommerfragen mit Lösungen
Wann ist ungefähr der längste Tag des Jahres?
- A)am 1. Mai
- B)um den 21. Juni
- C)am 15. August
- D)am 1. September
Richtig: B) um den 21. JuniMit der Sommersonnenwende beginnt der astronomische Sommer; vielerorts brennen dann Sonnwendfeuer.
Was ist Heu?
- A)getrocknetes Gras
- B)gedroschene Getreidehalme
- C)gemahlenes Korn
- D)getrocknetes Laub
Richtig: A) getrocknetes GrasDie leeren Halme, die nach dem Dreschen von Getreide übrig bleiben, heißen dagegen Stroh.
Was bedeutete es früher, „in die Sommerfrische“ zu fahren?
- A)Eis in der Stadt kaufen
- B)Wäsche am Bach waschen
- C)Erholung auf dem Land suchen
- D)Heu auf dem Feld wenden
Richtig: C) Erholung auf dem Land suchenStädter verbrachten dafür oft mehrere Wochen im Gebirge, an einem See oder auf dem Land.
Glühwürmchen sind kleine Fliegen.
Wahr oder falsch?
FalschGlühwürmchen sind Käfer. Der Kleine Leuchtkäfer heißt auch Johanniswürmchen, weil er gehäuft um den Johannistag im Juni auftritt.
Wer sang 1951 als kleines Mädchen den Schlager „Pack die Badehose ein“?
- A)Caterina Valente
- B)Conny Froboess
- C)Heidi Brühl
- D)Lolita
Richtig: B) Conny FroboessDie Melodie komponierte ihr Vater Gerhard Froboess, den Text schrieb Hans Bradtke; Conny war damals sieben Jahre alt.
Man zählt die Sekunden zwischen Blitz und Donner. Wie erhält man daraus ungefähr die Entfernung des Gewitters in Kilometern?
- A)Sekunden mal zehn
- B)Sekunden plus fünf
- C)Sekunden geteilt durch zehn
- D)Sekunden geteilt durch drei
Richtig: D) Sekunden geteilt durch dreiDer Schall braucht für einen Kilometer etwa drei Sekunden, das Licht des Blitzes ist praktisch sofort da.
Bei Gewitter ist man unter einer Buche sicher.
Wahr oder falsch?
FalschDer alte Rat, bei Gewitter Buchen zu suchen, ist ein Irrtum: Auch Buchen werden vom Blitz getroffen, man sieht ihnen die Schäden nur seltener an.
Wie lange soll sich das Wetter vom Siebenschläfertag am 27. Juni nach der Bauernregel halten?
- A)drei Tage
- B)zwei Wochen
- C)sieben Wochen
- D)ein ganzes Jahr
Richtig: C) sieben WochenTatsächlich stellt sich um diese Zeit oft eine Großwetterlage ein, die länger stabil bleibt.
Wie lange musste man früher für den „Freischwimmer“ im tiefen Wasser schwimmen?
- A)5 Minuten
- B)15 Minuten
- C)30 Minuten
- D)60 Minuten
Richtig: B) 15 MinutenDazu kam ein Sprung aus einem Meter Höhe. Heute heißt die Prüfung Schwimmabzeichen Bronze, viele sagen aber noch Freischwimmer.
Aus welchen Früchten kocht man in Norddeutschland traditionell Rote Grütze?
- A)Äpfel und Birnen
- B)Pflaumen und Zwetschgen
- C)rote Beeren und Kirschen
- D)Aprikosen und Pfirsiche
Richtig: C) rote Beeren und KirschenDazu gibt es gern Vanillesoße, Milch oder flüssige Sahne.
In welcher Stadt arbeitete der Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann, der als Erfinder des Strandkorbs gilt?
- A)Rostock
- B)Kiel
- C)Bremen
- D)Hamburg
Richtig: A) Rostock1882 baute er einen Strandkorb für eine Person, kurz darauf auch den Zweisitzer.
Johannisbeeren sind nach dem Johannistag am 24. Juni benannt.
Wahr oder falsch?
WahrUm diesen Tag herum werden die ersten Sorten reif.
Mit welchem Lied voller Italien-Sehnsucht hatte Rudi Schuricke einen seiner größten Erfolge?
- A)Zwei kleine Italiener
- B)Marina
- C)Capri-Fischer
- D)Arrivederci Roma
Richtig: C) Capri-FischerDas Lied entstand schon 1943, seinen großen Erfolg hatte Schuricke damit 1946.
Welche Küste nannte man wegen der vielen deutschen Urlauber spöttisch „Teutonengrill“?
- A)die Ostseeküste
- B)die italienische Adria
- C)die Nordseeküste
- D)die französische Riviera
Richtig: B) die italienische AdriaDas Wort kam in den 1950er- und 1960er-Jahren auf und bezog sich besonders auf die italienische Adriaküste.
Die Erdbeere ist botanisch gesehen eine Beere.
Wahr oder falsch?
FalschBotanisch ist sie eine Sammelnussfrucht: Die eigentlichen Früchte sind die kleinen Nüsschen auf der Oberfläche.
Welche ist die größte Insel Deutschlands?
- A)Sylt
- B)Usedom
- C)Fehmarn
- D)Rügen
Richtig: D) RügenIm späteren 19. Jahrhundert wurden Binz, Göhren und Sellin an der Ostküste der Insel zu Badeorten.
Klatschmohn wächst gern in Getreidefeldern.
Wahr oder falsch?
WahrEr begleitet den Ackerbau seit der Jungsteinzeit; eine einzelne Blüte hält nur zwei bis drei Tage.
Im August kann man besonders viele Sternschnuppen sehen.
Wahr oder falsch?
WahrDer Sternschnuppenstrom heißt Perseiden; im Volksmund nennt man ihn auch Laurentiustränen, nach dem Gedenktag des heiligen Laurentius am 10. August.
Woher haben die Hundstage im Hochsommer ihren Namen?
- A)vom Sternbild Großer Hund
- B)von Hunden, die bei Hitze hecheln
- C)von einem alten Hundemarkt
- D)vom Beginn der Jagdzeit
Richtig: A) vom Sternbild Großer HundDie Hundstage dauern vom 23. Juli bis zum 23. August; ursprünglich hing der Name am Aufgang des Sirius, des „Hundssterns“.
Wer dichtete das Sommerlied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“?
- A)Martin Luther
- B)Matthias Claudius
- C)Joseph von Eichendorff
- D)Paul Gerhardt
Richtig: D) Paul GerhardtDas Lied erschien 1653, hat im Original 15 Strophen und beginnt mit Gärten, Bäumen und Tieren im Sommer.
Ein Sommernachmittag im Schatten
Gut eine Stunde auf der Terrasse oder im Garten, mit sechs bis zehn Mitspielenden:
- 5 Min.Kärtchen verteilen. Jede Person bekommt vier Pappkärtchen mit A, B, C und D in dicker Schrift. Bei Wahr oder falsch gilt A für wahr und B für falsch.
- 15 Min.Fragen 1 bis 10. Die Spielleitung liest vor, alle halten ein Kärtchen hoch, dann kommt die Lösung. Nach Frage 5 passt eine Strophe „Pack die Badehose ein“.
- 15 Min.Rote Grütze. Pause mit Roter Grütze und Vanillesoße, passend zu Frage 10. Wer mag, erzählt vom ersten Urlaub.
- 15 Min.Fragen 11 bis 20. Bei Frage 13 lässt sich die erste Zeile der „Capri-Fischer“ gemeinsam singen, bei Frage 14 erzählt vielleicht jemand von der Adria.
- 10 Min.Postkarten herumgeben. Wer alte Urlaubskarten oder Strandfotos mitgebracht hat, zeigt sie. Die anderen raten, wo sie entstanden sind.
Fragebogen fürs Klemmbrett
Auf dem Blatt stehen alle 20 Fragen, 14 davon mit vier Antworten zur Wahl, sechs als Behauptung zum Ankreuzen. Lösungen und kurze Erklärungen kommen getrennt hinterher, auf einem Blatt für die Spielleitung.
Draußen kommt der Bogen auf ein Klemmbrett, sonst trägt ihn der erste Windstoß davon. Antwortet die Runde mit Kärtchen, reicht ein einziger Ausdruck.
Freibad, Zeltplatz, Adria: Urlaub von früher
- Wohin ging Ihre erste Urlaubsreise, und womit sind Sie gefahren: mit dem Zug, dem Käfer oder dem Fahrrad?
- Wo haben Sie schwimmen gelernt? Haben Sie den Freischwimmer gemacht, und wer hat am Beckenrand gestanden?
- Was kam bei Ihnen in den Picknickkorb, und wo wurde die Decke ausgebreitet?
- Gab es in Ihrer Schulzeit hitzefrei? Was haben Sie mit dem freien Nachmittag angefangen?
- Haben Sie bei der Heuernte geholfen oder Beeren gepflückt? Was wurde daraus eingekocht?
- Waren Sie einmal an der Adria? Wie war die erste Fahrt über die Alpen?
- Welcher Schlager lief in dem Sommer, an den Sie am liebsten zurückdenken?
Wie die Städter in die Sommerfrische fuhren
Die Sommerfrische aus Frage 3 war ein Erholungsaufenthalt auf dem Land, an der See oder im Gebirge, oft über Wochen. Bequem wurde sie erst mit der Eisenbahn im 19. Jahrhundert, vorher zog oft der ganze Hausstand mit um. Wer kein eigenes Sommerhaus hatte, wohnte im Gasthaus und später zunehmend in Privatquartieren.
In bürgerlichen Familien blieb meist die Mutter mit den Kindern den ganzen Sommer dort. Die Väter kamen am Wochenende nach und für ein bis drei Wochen Urlaub. Auf alten Ansichtskarten stand das Wort „Sommerfrische“ vor dem Ortsnamen, fast wie ein Gütesiegel.
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