Sprichwörter für Senioren
Morgenstund hat …? Hier ergänzen Sie 30 Sprichwörter und deuten 15 Sprüche und Redensarten. Jede Lösung kommt mit einer Erklärung oder einem Beispiel.
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Alle 45 Sprüche mit Lösung und Erklärung
Sprichwörter ergänzen
Morgenstund hat …
- A)Tau im Gras
- B)Gold im Mund
- C)Glück im Schuh
- D)Kraft im Arm
Richtig: B) Gold im MundWer früh mit der Arbeit beginnt, schafft am meisten.
Übung macht …
- A)den Lehrling
- B)die Arbeit
- C)den Meister
- D)den Kopf frei
Richtig: C) den MeisterWer etwas oft wiederholt, wird darin sicher und gut.
Lügen haben …
- A)kurze Beine
- B)lange Finger
- C)rote Ohren
- D)schwere Füße
Richtig: A) kurze BeineEine Lüge kommt meist schnell ans Licht.
Ende gut, …
- A)Anfang gut
- B)Weg gut
- C)Abend gut
- D)alles gut
Richtig: D) alles gutWenn etwas gut ausgeht, sind Mühe und Ärger davor vergessen.
Aller Anfang …
- A)macht Mut
- B)ist schwer
- C)ist teuer
- D)braucht Zeit
Richtig: B) ist schwerNeues fällt am Anfang schwer, danach wird es leichter.
Ohne Fleiß …
- A)kein Brot
- B)kein Lohn
- C)kein Preis
- D)kein Glück
Richtig: C) kein PreisWer etwas erreichen will, muss sich anstrengen.
Der Apfel fällt nicht …
- A)weit vom Stamm
- B)gern ins Gras
- C)weit vom Ast
- D)schnell vom Zweig
Richtig: A) weit vom StammKinder ähneln ihren Eltern oft sehr.
Reden ist Silber, …
- A)Lachen ist Gold
- B)Hören ist Gold
- C)Denken ist Gold
- D)Schweigen ist Gold
Richtig: D) Schweigen ist GoldManchmal ist es klüger, nichts zu sagen.
Wer zuerst kommt, …
- A)isst zuerst
- B)mahlt zuerst
- C)geht zuerst
- D)lacht zuerst
Richtig: B) mahlt zuerstWer früh da ist, kommt zuerst an die Reihe. Das Bild stammt aus der Mühle.
Wer anderen eine Grube gräbt, …
- A)findet einen Schatz
- B)braucht eine Schaufel
- C)fällt selbst hinein
- D)wird schnell müde
Richtig: C) fällt selbst hineinWer anderen schaden will, schadet sich oft selbst.
Eine Schwalbe macht …
- A)noch keinen Sommer
- B)noch kein Nest
- C)noch keinen Regen
- D)noch keinen Lärm
Richtig: A) noch keinen SommerEin einzelnes gutes Zeichen ist noch kein sicherer Beweis.
Viele Köche …
- A)putzen die Küche
- B)brauchen viel Salz
- C)füllen den Topf
- D)verderben den Brei
Richtig: D) verderben den BreiWenn zu viele mitreden, wird das Ergebnis schlechter.
Wo ein Wille ist, …
- A)ist auch ein Ziel
- B)ist auch ein Weg
- C)ist auch Mut
- D)ist auch Kraft
Richtig: B) ist auch ein WegWer etwas fest will, findet auch eine Möglichkeit.
Hunde, die bellen, …
- A)wedeln nicht
- B)schlafen nicht
- C)beißen nicht
- D)fressen viel
Richtig: C) beißen nichtWer laut droht, macht seine Drohung selten wahr.
Der frühe Vogel …
- A)fängt den Wurm
- B)singt am schönsten
- C)fliegt am weitesten
- D)baut das Nest
Richtig: A) fängt den WurmWer früh dran ist, hat die besten Chancen.
Wer A sagt, …
- A)kennt das ganze ABC
- B)darf nicht Z sagen
- C)sagt bald gar nichts
- D)muss auch B sagen
Richtig: D) muss auch B sagenWer etwas anfängt, muss es auch zu Ende bringen.
Steter Tropfen …
- A)macht den Bach
- B)höhlt den Stein
- C)nässt den Boden
- D)füllt den Krug
Richtig: B) höhlt den SteinMit Ausdauer erreicht man auch Schwieriges.
Wer rastet, …
- A)der ruht
- B)der rechnet
- C)der rostet
- D)der rennt
Richtig: C) der rostetWer nichts tut, verliert, was er kann.
Andere Länder, …
- A)andere Sitten
- B)andere Leute
- C)andere Lieder
- D)andere Wege
Richtig: A) andere SittenAnderswo gelten andere Bräuche und Gewohnheiten.
Kommt Zeit, …
- A)kommt Geld
- B)kommt Glück
- C)kommt Ruh
- D)kommt Rat
Richtig: D) kommt RatMit etwas Geduld findet sich eine Lösung.
Gut Ding …
- A)braucht guten Lohn
- B)will Weile haben
- C)hat seinen Preis
- D)kommt von selbst
Richtig: B) will Weile habenWas gut werden soll, braucht seine Zeit.
Man soll den Tag nicht …
- A)vor dem Frühstück planen
- B)mit Sorgen beginnen
- C)vor dem Abend loben
- D)im Bett verbringen
Richtig: C) vor dem Abend lobenMan soll sich nicht zu früh freuen, es kann noch anders kommen.
Wie man sich bettet, …
- A)so liegt man
- B)so isst man
- C)so wohnt man
- D)so geht man
Richtig: A) so liegt manWie es einem später geht, hängt davon ab, was man selbst dafür getan hat.
Ein blindes Huhn …
- A)legt auch mal ein Ei
- B)kräht auch mal laut
- C)fliegt auch mal hoch
- D)findet auch mal ein Korn
Richtig: D) findet auch mal ein KornAuch wer wenig Ahnung hat, hat manchmal Glück.
Wer nicht wagt, …
- A)bleibt zu Haus
- B)der nicht gewinnt
- C)hat keine Sorgen
- D)muss lange warten
Richtig: B) der nicht gewinntNur wer etwas riskiert, hat Aussicht auf Erfolg.
Der Klügere …
- A)gewinnt immer
- B)geht voran
- C)gibt nach
- D)zahlt die Zeche
Richtig: C) gibt nachWer klug ist, beendet einen sinnlosen Streit, indem er nachgibt.
Wer den Pfennig nicht ehrt, …
- A)ist des Talers nicht wert
- B)hat bald kein Geld
- C)wird nie reich
- D)spart umsonst
Richtig: A) ist des Talers nicht wertWer kleine Beträge geringschätzt, kommt nie zu Wohlstand.
Der Krug geht so lange zum Brunnen, …
- A)bis er voll ist
- B)bis es dunkel wird
- C)bis er leer ist
- D)bis er bricht
Richtig: D) bis er brichtWer immer wieder dasselbe Wagnis eingeht, scheitert irgendwann.
Was lange währt, …
- A)wird endlich alt
- B)wird endlich gut
- C)kostet viel Geld
- D)braucht Geduld
Richtig: B) wird endlich gutWas viel Zeit gebraucht hat, wird am Ende gut.
Morgen, morgen, nur nicht heute, …
- A)rufen alle klugen Leute
- B)lachen alle braven Leute
- C)sagen alle faulen Leute
- D)singen alle frohen Leute
Richtig: C) sagen alle faulen LeuteEin Spott über alle, die Arbeit immer weiter aufschieben.
Was bedeutet das?
Was bedeutet das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“?
- A)Im Sommer soll man nicht im See baden.
- B)Ruhige Menschen haben oft mehr in sich, als man denkt.
- C)Wer leise spricht, wird nicht gehört.
- D)Tiefe Brunnen geben das beste Wasser.
Richtig: B) Ruhige Menschen haben oft mehr in sich, als man denkt.Beispiel: Die ruhige Nachbarin spielt seit Neuestem Theater. Stille Wasser sind tief.
Was bedeutet das Sprichwort „Kleider machen Leute“?
- A)Schneider sind die wichtigsten Handwerker.
- B)Wer viele Kleider hat, hat viele Freunde.
- C)Wie man sich kleidet, beeinflusst, wie andere einen sehen.
- D)Gute Kleidung hält ein Leben lang.
Richtig: C) Wie man sich kleidet, beeinflusst, wie andere einen sehen.Beispiel: Zum Vorstellungsgespräch trug er seinen besten Anzug, denn Kleider machen Leute.
Was bedeutet das Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall“?
- A)Wer überheblich ist, erlebt bald einen Rückschlag.
- B)Wer hoch hinaus will, braucht eine Leiter.
- C)Gute Laune hält nicht lange an.
- D)Im Herbst wird man leicht übermütig.
Richtig: A) Wer überheblich ist, erlebt bald einen Rückschlag.Beispiel: Er prahlte mit seinem Sieg und verlor das nächste Spiel. Hochmut kommt vor dem Fall.
Was bedeutet das Sprichwort „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“?
- A)Gewächshäuser muss man gut schützen.
- B)Wer Ärger sucht, der findet ihn auch.
- C)Man soll nichts kaputt machen, was anderen gehört.
- D)Wer selbst Fehler hat, soll andere nicht dafür kritisieren.
Richtig: D) Wer selbst Fehler hat, soll andere nicht dafür kritisieren.Beispiel: Ausgerechnet der ewige Zuspätkommer schimpft über Unpünktlichkeit.
Was bedeutet das Sprichwort „Neue Besen kehren gut“?
- A)Man sollte Werkzeug regelmäßig erneuern.
- B)Wer neu anfängt, ist anfangs besonders eifrig.
- C)Ordnung hält man am besten jeden Tag.
- D)Alte Gewohnheiten lassen sich nicht ändern.
Richtig: B) Wer neu anfängt, ist anfangs besonders eifrig.Beispiel: Der neue Hausmeister fegt sogar sonntags. Neue Besen kehren gut.
Was bedeutet das Sprichwort „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“?
- A)Gold muss man regelmäßig polieren.
- B)Echter Schmuck glänzt am stärksten.
- C)Was schön aussieht, ist nicht unbedingt wertvoll.
- D)Wer sparsam lebt, wird reich.
Richtig: C) Was schön aussieht, ist nicht unbedingt wertvoll.Beispiel: Das prächtige Auto stand öfter in der Werkstatt als vor der Tür.
Was bedeutet das Sprichwort „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“?
- A)Lieber etwas Kleines sicher haben als auf etwas Großes hoffen.
- B)Kleine Vögel sind leichter zu füttern.
- C)Man soll Tiere nicht einsperren.
- D)Wer viel will, muss viel wagen.
Richtig: A) Lieber etwas Kleines sicher haben als auf etwas Großes hoffen.Beispiel: Sie nahm die sichere Stelle an, statt auf ein besseres Angebot zu warten.
Was bedeutet das Sprichwort „Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“?
- A)Haustiere sollte man nie allein lassen.
- B)Mäuse kommen nur nachts heraus.
- C)Nach getaner Arbeit darf man feiern.
- D)Ohne Aufsicht macht jeder, was er will.
Richtig: D) Ohne Aufsicht macht jeder, was er will.Beispiel: Kaum war die Lehrerin aus dem Zimmer, flogen die Papierkugeln.
Was bedeutet die Redensart „Eulen nach Athen tragen“?
- A)Eine weite Reise machen
- B)Etwas Überflüssiges tun
- C)Etwas Wertvolles verschenken
- D)Nachts nicht schlafen können
Richtig: B) Etwas Überflüssiges tunBeispiel: Dem Bäcker Brötchen mitzubringen, hieße Eulen nach Athen tragen.
Was bedeutet die Redensart „die Katze im Sack kaufen“?
- A)Ein Haustier verschenken
- B)Auf dem Markt handeln
- C)Etwas kaufen, ohne es vorher zu prüfen
- D)Gestohlene Ware verkaufen
Richtig: C) Etwas kaufen, ohne es vorher zu prüfenBeispiel: Das Auto ohne Probefahrt zu nehmen, hieße die Katze im Sack zu kaufen.
Was bedeutet die Redensart „jemandem einen Bären aufbinden“?
- A)Jemandem etwas Unwahres erzählen
- B)Jemanden eine schwere Last tragen lassen
- C)Jemanden zum Lachen bringen
- D)Jemandem ein Geschenk machen
Richtig: A) Jemandem etwas Unwahres erzählenBeispiel: Er wollte uns einen Bären aufbinden und behauptete, er habe im Lotto gewonnen.
Was bedeutet die Redensart „das Kind mit dem Bade ausschütten“?
- A)Zu viel Wasser verbrauchen
- B)Kinder zu streng erziehen
- C)Sich um alles selbst kümmern
- D)Mit dem Schlechten auch das Gute verwerfen
Richtig: D) Mit dem Schlechten auch das Gute verwerfenBeispiel: Wegen einer missratenen Zutat das ganze Rezept wegzuwerfen, hieße das Kind mit dem Bade auszuschütten.
Was bedeutet die Redensart „den Nagel auf den Kopf treffen“?
- A)Beim Heimwerken geschickt sein
- B)Genau das Richtige sagen
- C)Ein Problem mit Gewalt lösen
- D)Jemanden hart kritisieren
Richtig: B) Genau das Richtige sagenBeispiel: Mit ihrer Bemerkung hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
Was bedeutet die Redensart „Da liegt der Hase im Pfeffer“?
- A)Das Essen ist zu scharf gewürzt.
- B)Hier gibt es ein gutes Versteck.
- C)Das ist das eigentliche Problem.
- D)Gleich ist das Essen fertig.
Richtig: C) Das ist das eigentliche Problem.Beispiel: Der Mechaniker hörte kurz hin und sagte: Da liegt der Hase im Pfeffer, die Zündkerze ist hin.
Was bedeutet die Redensart „die Kirche im Dorf lassen“?
- A)Nicht übertreiben
- B)Am Sonntag zu Hause bleiben
- C)Alte Bräuche pflegen
- D)Nicht umziehen wollen
Richtig: A) Nicht übertreibenBeispiel: Wegen eines kleinen Kratzers gleich ein neues Auto? Da sollten wir die Kirche im Dorf lassen.
Eine Sprichwortrunde in 45 Minuten
Für sechs bis zwölf Personen. Den ausgedruckten Bogen hat nur die Spielleitung.
- 15 Min.Anfang vorlesen. Sie lesen nur den Anfang, etwa „Wer zuerst kommt, …“, und die Runde ruft das Ende. Die vier Antworten vom Bogen kommen erst, wenn es stockt.
- 10 Min.Stimmt das eigentlich? Zu zwei oder drei Sprüchen fragen Sie nach. Bei „Der Klügere gibt nach“ und „Wer rastet, der rostet“ gehen die Meinungen meist auseinander.
- 10 Min.Sprichwortsalat. Sie hängen an den Anfang des einen Spruchs das Ende eines anderen: „Viele Köche fallen selbst hinein.“ Die Runde stellt richtig.
- 10 Min.Was bedeutet das? Redensarten wie „Eulen nach Athen tragen“ erst ohne Auswahl erklären lassen, danach den Beispielsatz von der Lösungsseite vorlesen.
Ergänzen und Deuten auf Papier
Gedruckt wird der Teil, der oben gewählt ist. Beim Ergänzen sind das alle 30 Sprichwortanfänge mit je vier Enden zum Ankreuzen, bei „Was bedeutet das?“ alle 15 Sprüche mit vier Erklärungen. Auf der zweiten Seite stehen die Lösungen, jede mit ihrer Erklärung oder einem Beispielsatz.
Für Teilnehmende, die schlecht sehen, vergrößern Sie den Bogen am Kopierer von A4 auf A3. Das sind 141 Prozent.
Sprüche aus der eigenen Familie
- Welchen Spruch hat Ihre Mutter gesagt, wenn Sie getrödelt haben?
- Was stand in Ihrem Poesiealbum, und wer hat es hineingeschrieben?
- Hing bei Ihnen zu Hause ein Spruch an der Wand, auf einem Wandteller oder über der Küchentür?
- Kennen Sie ein Sprichwort, das man nur in Ihrer Gegend oder in Ihrer Mundart sagt?
- Gab es bei Ihnen einen Spruch über das Sparen, über Pfennig und Taler?
- Wer war in Ihrer Familie Frühaufsteher, ganz nach „Morgenstund hat Gold im Mund“?
- Welches Sprichwort hat sich in Ihrem Leben als falsch herausgestellt?
Ein Sprichwort aus dem Sachsenspiegel
1220–1235entstand der Sachsenspiegel. Darin steht, wer an der Mühle zuerst mahlen darf.
Eike von Repgow schrieb in diesem Rechtsbuch auf, was zu seiner Zeit in den Dörfern galt, auch für Mühlen, die mehrere Höfe gemeinsam nutzten. Wer mit seinem Korn zuerst da war, mahlte zuerst. Die Regel hat sich bis heute als Sprichwort gehalten. Daran lässt sich anknüpfen: Wer hat noch Korn zur Mühle gebracht, und wo musste man früher in der Schlange warten?
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Gedächtnis im Blick
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Zu den Gedächtnistests
