Demenz oder Depression? Der Selbsttest zeigt, was abzuklären ist

Der Test fragt nach Ihrer Stimmung und nach Veränderungen im Alltag und prüft, wie gut Sie sich sechs Wörter merken. Daraus ergibt sich, was ärztlich abgeklärt werden sollte. Ob hinter den Beschwerden eine Depression, eine Demenz oder etwas anderes steckt, kann kein Selbsttest klären.

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Demenz oder Depression? Stimmung, Gedächtnis und Alltag

Das erwartet Sie

Der Test fragt nach Ihrer Stimmung und nach Veränderungen im Alltag und prüft, wie gut Sie sich sechs Wörter merken. Daraus ergibt sich, was ärztlich abgeklärt werden sollte. Ob hinter den Beschwerden eine Depression, eine Demenz oder etwas anderes steckt, kann kein Selbsttest klären.

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Dr. med. Klaus-Christopher Amelung

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Worauf Sie achten sollten

Der Test zeigt, was abgeklärt werden sollte — nicht, woher die Beschwerden kommen.

Kein Test trennt Demenz und Depression sicher

Auch ausführliche Gedächtnistests können beim einzelnen Menschen nicht sicher sagen, was dahintersteckt. Das klärt erst eine ärztliche Untersuchung.

Beides kann zusammen vorkommen

Depression und nachlassendes Gedächtnis schließen sich nicht gegenseitig aus.

Depression ist behandelbar

Deshalb sollte eine Depression immer ärztlich mitgeprüft werden.

Weitere behandelbare Ursachen

Auch Schilddrüse, Vitamin B12, Medikamente und Schlaf können Denken und Gedächtnis beeinflussen.

Häufige Fragen

Unterscheidet der Test zwischen Depression und Demenz?

Nein, das kann kein Selbsttest. Er misst die Stimmung mit einem geprüften Fragebogen, fragt nach Veränderungen im Alltag und lässt Sie sechs Wörter merken. Daraus leitet er ab, was ärztlich abgeklärt werden sollte.

Warum fragt der Test nach dem Alter?

Das Alter bestimmt den Stimmungsfragebogen: ab 60 Jahren die Geriatrische Depressionsskala (GDS-15), die für ältere Menschen geprüft ist, darunter den PHQ-9.

Was sagt die Wortaufgabe aus?

Sie zeigt, wie das Merken heute gelungen ist. Für diese Aufgabe gibt es keine geprüften Vergleichswerte, deshalb verändert sie die Empfehlung nicht.

Passt der Test, wenn bereits eine Demenz festgestellt wurde?

Bei einer bereits festgestellten Demenz ist der Stimmungsfragebogen nicht verlässlich. Sprechen Sie Stimmungsveränderungen dann direkt in der behandelnden Praxis an.

Können Depression und Demenz zusammen vorkommen?

Ja. Eine Depression lässt sich behandeln und sollte deshalb immer mitgeprüft werden.

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