Wortfindungsstörungen testen — und was dahinterstecken kann

Was hinter Wortfindungsstörungen stecken kann, wann es dringend ist und was in der Hausarztpraxis passiert. Dazu drei eigene Wortaufgaben, die einen Durchgang beschreiben — ohne Grenzwerte und ohne Urteil über eine Demenz.

Entwickelt mit Dr. med. Amelung 17 Jahre Klinikleitung
Orientierende Aufgabe Orientierungshilfe, keine Diagnose
100 % anonym Ergebnisse bleiben auf Ihrem Gerät
Kostenloser Wortfindungstest

Zuerst das Wichtigste

Plötzlich neu aufgetretene deutliche Schwierigkeiten beim Sprechen, Wörterfinden oder Verstehen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Rufen Sie dann sofort 112, auch ohne Lähmung und auch dann, wenn die Beschwerden nachlassen. Warten Sie nicht auf ein Testergebnis.

Etwa 5 Minuten
3 Aufgaben · Wörter und Bilder
100 % anonym
  • Ergebnis sofort nach der letzten Aufgabe
  • Ihre Eingaben und Ergebnisse werden nicht übertragen. Alles bleibt ausschließlich in Ihrem Browser.
  • Tiere, S-Wörter und Bilder getrennt ausgewiesen
Diese Aufgaben sind kein medizinischer Test

Sie sehen hier drei eigene Wortaufgaben mit offengelegten Zählregeln. Sie sind an keinem geprüften Verfahren ausgerichtet und ergeben keinen Wert, der sich mit einem ärztlichen Befund vergleichen ließe. Daraus lässt sich weder eine Wortfindungsstörung noch eine Demenz feststellen oder ausschließen.

Dr. med. Klaus-Christopher Amelung

Persönliche Beratung mit Dr. Amelung

Sie möchten Ihr Ergebnis genauer einordnen?

Tagesform, Stress oder Medikamente können ein Ergebnis beeinflussen. Dr. med. Klaus-Christopher Amelung — 17 Jahre Klinikleitung — bespricht Ihr Ergebnis und Ihre Beobachtungen persönlich und empfiehlt die nächsten Schritte. Per Video oder Telefon, ohne Anfahrt.

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Worauf Sie achten sollten

Die drei Aufgaben beschreiben einen einzelnen Durchgang an einem Gerät. Für eine Einordnung zählt, was Ihnen im Alltag auffällt.

Unsere Zählregeln

Echte und ausgestorbene Tiere zählen, Oberbegriffe wie „Vogel“ oder „Insekt“ und Rassen wie „Dackel“ ebenfalls. Bezeichnungen nach Geschlecht oder Alter wie „Stute“ zählen mit. Sie können Umlaute auch als „oe“ oder „ae“ schreiben. Gleichbedeutende Namen zählen einmal, also Wal und Walfisch zusammen. Wiederholungen erhöhen die Anzahl nicht, Fantasietiere zählen nicht. Das ist eine von uns gesetzte Regel, kein klinischer Standard.

Tippen und Bedienung

Die Anzahl hängt auch von Ihren Deutschkenntnissen, Ihrer Tagesform und davon ab, wie schnell und sicher Sie tippen. Für diese getippte Aufgabe verwenden wir keine medizinischen Vergleichswerte.

Zuordnen ist nicht Benennen

Bei den Bildern wählen Sie einen von vier vorgegebenen Begriffen. Die Anzeige zeigt nicht, ob Sie die Wörter ohne Vorgaben selbst abrufen könnten. Die Ratewahrscheinlichkeit liegt bei einem Viertel je Bild.

Nicht erkannte Eingaben

Dass unsere Wortliste eine Eingabe nicht erkennt, bedeutet nicht, dass sie falsch ist. Die Liste ist endlich, deshalb kann die angezeigte Anzahl unvollständig sein.

Häufige Fragen

Was sind Wortfindungsstörungen überhaupt?

Manche erleben es so, als läge ihnen das Wort auf der Zunge. Viele beschreiben es als „es liegt mir auf der Zunge“. Manche umschreiben den Gegenstand stattdessen, greifen zu einem allgemeinen Wort wie „Dings“ oder brechen den Satz ab. Gelegentlich passiert das jedem, und mit zunehmendem Alter häufiger.

Wann muss ich sofort den Notruf wählen?

Wenn die Schwierigkeiten beim Sprechen, Wörterfinden oder Verstehen plötzlich und deutlich auftreten. Das kann ein Schlaganfall sein. Rufen Sie dann 112, auch ohne Lähmung und auch dann, wenn die Beschwerden schon wieder nachlassen. Weitere mögliche Zeichen sind eine einseitige Schwäche, ein hängender Mundwinkel, plötzliche Sehprobleme, schwere Gleichgewichtsstörungen oder ungewöhnlich heftiger Kopfschmerz. Es müssen nicht alle gemeinsam auftreten.

Welche Ursachen kommen sonst infrage?

Stress und Anspannung können den Wortabruf erschweren, Müdigkeit kann Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinträchtigen. Daraus folgt keine Entwarnung für anhaltende Beschwerden. Behandelbar sind unter anderem eine Depression oder Angst, eine Schilddrüsenstörung, ein Vitamin-B12-Mangel und Nebenwirkungen von Medikamenten. Bei Medikamenten spielt vor allem die anticholinerge Belastung eine Rolle; für Topiramat sind Wortfindungsprobleme ausdrücklich dokumentiert. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab, sondern lassen Sie Ihre Medikamente in der Praxis durchsehen.

Kann eine Demenz dahinterstecken?

Alzheimer kann Sprache und Wortabruf beeinträchtigen. Es gibt auch eine Form, bei der Sprachprobleme am Anfang im Vordergrund stehen und Gedächtnisprobleme zunächst fehlen: die primär progressive Aphasie. Sie ist ein Krankheitsbild mit verschiedenen Ursachen und nicht dasselbe wie eine frontotemporale Demenz. Aus einem einzelnen Wortfindungsproblem lässt sich keine dieser Diagnosen ableiten.

Was passiert in der Hausarztpraxis?

Machen Sie einen Termin, wenn Wortfindungsprobleme neu auftreten, häufiger werden, zunehmen oder Gespräche und Alltag erschweren. Maßstab ist die Veränderung gegenüber Ihrem bisherigen Alltag, nicht eine Punktzahl. Zuerst ein Gespräch: seit wann, plötzlich oder schleichend, in welchen Situationen, welche Folgen im Alltag. Dazu Stimmung, Schlaf, Erkrankungen und Medikamente. Mit Ihrem Einverständnis helfen Beobachtungen einer nahestehenden Person. Danach eine körperliche und neurologische Untersuchung, bei der auch Sprache und Verständnis geprüft werden. Ergibt sich ein Verdacht auf eine kognitive Störung, folgt ein Basislabor mit Blutbild, Elektrolyten, Leber- und Nierenwerten, CRP, Schilddrüsenwert und Vitamin B12. So steht es in der S3-Leitlinie Demenzen. Je nach Befund folgen Neurologie oder Gedächtnisambulanz, eine ausführliche sprachliche Diagnostik und gegebenenfalls eine Bildgebung. Nicht jedes gelegentlich fehlende Wort führt zu einer vollständigen Demenzdiagnostik.

Warum zwei verschiedene Wortaufgaben?

Tiernamen zu nennen greift auf ein Bedeutungsfeld zu, Wörter mit S auf den Anfangsbuchstaben. In Untersuchungen mit gesprochenen Antworten wird ein Abstand so gelesen: Fallen deutlich weniger Tiernamen als S-Wörter ein, können gespeicherte Wörter schwerer erreichbar sein; sind beide ähnlich niedrig, kann das allgemeine Tempo mitspielen. Für diese getippte Fassung ist das nicht geprüft, und unsere beiden Prüfungen sind verschieden streng: bei den Tieren gleichen wir gegen eine Wortliste ab, bei den S-Wörtern nur den Anfangsbuchstaben. Deshalb deuten wir Ihren Abstand nicht. Eine Grenze, ab der ein Abstand auffällig wäre, gibt es hier nicht: dafür fehlen belastbare Vergleichswerte.

Was sagen die drei Aufgaben auf dieser Seite aus?

Sie beschreiben einen einzelnen Durchgang: wie viele Tiernamen und wie viele Wörter mit S Sie in je einer Minute eingegeben haben und wie Sie zehn Bilder zugeordnet haben. Sie sind an keinem geprüften Verfahren ausgerichtet und haben keine Grenzwerte. Ein unauffälliger kognitiver Kurztest schließt für sich genommen ohnehin keine Demenz aus — diese Aufgaben können es erst recht nicht.

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Vergleich der Wortaufgaben

Unterschied der Wortzahlen

Ihr Ergebnis