Kräuterquiz für Senioren

Ein Blatt Zitronenmelisse zwischen den Fingern zerreiben, riechen, raten: Mit dieser Riechrunde beginnt das Quiz zu Küchenkräutern, Kräutergarten und Redensarten.

  • 20 Fragen
  • Runde mit 10 oder 20 Fragen
  • Lösungen auf eigenem Blatt
  • Kostenlos, ohne Anmeldung

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Erst riechen, dann raten

Für zwei Tische mit je drei bis fünf Personen, mit Kräutern aus dem Laden oder dem eigenen Garten:

Zusammen etwa 45 Minuten
  1. 10 Min.Kräutertöpfe ohne Schild. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Basilikum, Rosmarin und Zitronenmelisse stehen auf dem Tisch. Ein Blatt zwischen den Fingern reiben, riechen, den Namen raten.
  2. 15 Min.Fragen 1 bis 10. Jeder Tisch wählt ein Kraut als Mannschaftsnamen, etwa „die Petersilien“, berät leise und nennt eine Antwort. Bei Frage 1 geht die Melisse noch einmal herum.
  3. 5 Min.Kräuterquark. Quark, eine Prise Salz und fein geschnittener Schnittlauch auf Brot. Dazu die Frage: Welches Kraut riecht für Sie nach Kindheit?
  4. 15 Min.Fragen 11 bis 20. Nach den Fragen zur Grünen Soße nachhaken: Wer kennt sie von zu Hause, und gab es ein Familienrezept?

Alle 20 Kräuterfragen zum Vorlesen

  1. Wonach duftet die Melisse?

    • A)Vanille
    • B)Zitrone
    • C)Zimt
    • D)Anis

    Richtig: B) ZitroneMelisse gibt man gern in kalte Getränke, Salate, Soßen und Kompott.

  2. Welches Kraut gehört klassisch in einen deutschen Gurkensalat?

    • A)Dill
    • B)Rosmarin
    • C)Salbei
    • D)Majoran

    Richtig: A) DillDie Gurken schneidet man dafür in feine Scheiben, zum Beispiel mit einem Gurkenhobel.

  3. Petersilie gibt es mit glatten und mit krausen Blättern.

    Wahr oder falsch?

    WahrDas Wort Petersilie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Felsen-“ oder „Steineppich“.

  4. Welches Kraut gehört in das klassische Pesto aus Genua, das „Pesto genovese“?

    • A)Petersilie
    • B)Schnittlauch
    • C)Basilikum
    • D)Dill

    Richtig: C) BasilikumPesto kommt vom italienischen „pestare“, zerstampfen; den Knoblauch zerreibt man dafür klassisch im Mörser.

  5. Wenn es irgendwo „wie Kraut und Rüben“ aussieht, wie sieht es dort aus?

    • A)Blitzsauber und aufgeräumt
    • B)Festlich und bunt geschmückt
    • C)Gemütlich und schön warm
    • D)Durcheinander und unordentlich

    Richtig: D) Durcheinander und unordentlichEin typischer Ausruf dazu lautet: „Hier sieht es ja aus wie Kraut und Rüben!“

  6. Welches Gartenkraut wird auch „Maggikraut“ genannt?

    • A)Kerbel
    • B)Estragon
    • C)Salbei
    • D)Liebstöckel

    Richtig: D) LiebstöckelDie Firma Maggi untersagte Gärtnereien diesen Namen; daraufhin verkauften sie das Kraut als „Suppenlob“.

  7. Schnittlauch lebt nur einen Sommer und muss jedes Jahr neu gesät werden.

    Wahr oder falsch?

    FalschSchnittlauch ist ausdauernd, also mehrjährig, und lässt man ihn blühen, ist er eine gute Bienenpflanze.

  8. Welches Küchenkraut wird auch „Wurstkraut“ genannt?

    • A)Basilikum
    • B)Majoran
    • C)Schnittlauch
    • D)Zitronenmelisse

    Richtig: B) MajoranMajoran würzt nicht nur Wurst, sondern auch Kartoffelgerichte wie die Kartoffelsuppe.

  9. Borretsch wird im Volksmund auch „Gurkenkraut“ genannt. Warum?

    • A)Er wächst am liebsten im Gurkenbeet
    • B)Seine Blätter schmecken nach Gurke
    • C)Seine Früchte sehen aus wie Gurken
    • D)Seine Blüten sind gurkengrün

    Richtig: B) Seine Blätter schmecken nach GurkeBorretsch gehört auch zu den Kräutern der Frankfurter Grünen Soße.

  10. Rosmarin verliert im Herbst seine Blätter.

    Wahr oder falsch?

    FalschRosmarin ist immergrün; seine schmalen Blätter sind unten weißfilzig behaart und am Rand nach unten eingerollt.

  11. Was bedeutet es, wenn etwas „ins Kraut schießt“?

    • A)Es wächst stark und breitet sich aus
    • B)Es verwelkt über Nacht ganz plötzlich
    • C)Es wird fein gehackt und gewürzt
    • D)Es wird vorsichtig geerntet und getrocknet

    Richtig: A) Es wächst stark und breitet sich ausUrsprünglich sagte man das von Pflanzen, die zu viele Blätter und zu wenig Blüten und Früchte treiben.

  12. Aus wie vielen Kräutern wird die Frankfurter Grüne Soße traditionell gemacht?

    • A)Drei
    • B)Fünf
    • C)Sieben
    • D)Zwölf

    Richtig: C) SiebenIhre Saison beginnt traditionell am Gründonnerstag und dauert bis zum ersten Frost.

  13. Die Frankfurter Grüne Soße ist eine warme Soße.

    Wahr oder falsch?

    FalschSie wird kalt gegessen und ist in Frankfurt und Umgebung seit dem 19. Jahrhundert verbreitet.

  14. Wo pflanzt man in einer Kräuterspirale Thymian, Lavendel und Rosmarin?

    • A)Unten an der Basis, wo es feucht ist
    • B)In der Mitte, wo es halbschattig ist
    • C)Oben an der Spitze, wo es trocken ist
    • D)Im kleinen Teich am Fuß der Spirale

    Richtig: C) Oben an der Spitze, wo es trocken istUnten, wo sich die Feuchtigkeit sammelt, gedeihen dagegen Petersilie und Schnittlauch.

  15. Wenn man sagt, jemandem sei „die Petersilie verhagelt“: Was ist dann mit dieser Person los?

    • A)Sie hat großen Hunger
    • B)Sie hat einen grünen Daumen
    • C)Sie hat viel Glück gehabt
    • D)Sie hat schlechte Laune

    Richtig: D) Sie hat schlechte LauneGemeint ist ursprünglich ein Petersilienbeet, das von Hagelkörnern beschädigt wurde.

  16. An welchem Festtag werden in katholischen Gegenden traditionell Kräutersträuße in der Kirche gesegnet?

    • A)Mariä Himmelfahrt
    • B)Rosenmontag
    • C)Nikolaustag
    • D)Silvester

    Richtig: A) Mariä HimmelfahrtDer Strauß heißt Würzbüschel oder Kräuterbuschen, und der Brauch ist schon seit dem 9. Jahrhundert bekannt.

  17. Das Lorbeerblatt aus dem Gewürzregal stammt von einem Strauch oder Baum, der über zehn Meter hoch werden kann.

    Wahr oder falsch?

    WahrLorbeerblätter würzen Suppen, Eintöpfe und Fleisch, aber auch eingelegte Gurken und Heringe.

  18. Welche drei Kräuter stecken in der Regel in der Mischung „Kräuter der Provence“?

    • A)Dill, Schnittlauch und Kresse
    • B)Bohnenkraut, Rosmarin und Thymian
    • C)Borretsch, Pimpinelle und Sauerampfer
    • D)Pfefferminze, Melisse und Kümmel

    Richtig: B) Bohnenkraut, Rosmarin und ThymianJe nach Hersteller kommen häufig noch Lavendel, Oregano oder Majoran dazu.

  19. Den Namen Rosmarin leitet man meist vom lateinischen „ros marinus“ ab. Was bedeutet das?

    • A)Rose des Meeres
    • B)Duft der Berge
    • C)Tau des Meeres
    • D)Kraut der Seefahrer

    Richtig: C) Tau des MeeresEine oft genannte Erklärung: Rosmarin wächst an den Küsten des Mittelmeers, und nachts sammelt sich Tau in seinen Blüten.

  20. Schon vor über 1.000 Jahren schrieb ein Mönch des Klosters Reichenau ein Gedicht über einen Klostergarten.

    Wahr oder falsch?

    WahrWalahfrid Strabo verfasste es um 840; bekannt ist es unter dem Titel „Hortulus“, auf Deutsch „Gärtlein“.

Was in die Frankfurter Grüne Soße kommt

Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch, fein gehackt und kalt angerichtet: Das ist die Frankfurter Grüne Soße, auf Frankfurterisch „Grie Soß“. Sie kommt mit Kartoffeln und hart gekochten Eiern auf den Tisch. Die Saison beginnt traditionell am Gründonnerstag.

Angebaut werden die Kräuter vor allem im Stadtteil Oberrad, verkauft in weißem Papier gebündelt. Seit 2016 ist die Mischung eine geschützte geografische Angabe. In Oberrad steht ein Denkmal aus sieben kleinen Gewächshäusern, jedes im Grünton eines der Kräuter.

Ein Bogen je Tisch, das Lösungsblatt bei Ihnen

Gedruckt werden alle 20 Fragen, auch wenn am Bildschirm gerade die kurze Runde läuft: 14 mit Antworten von A bis D, dazu sechs Aussagen zum Ankreuzen, wahr oder falsch. Das Lösungsblatt folgt als eigene Seite, jede Lösung mit einem Satz Hintergrund zum Vorlesen. Legen Sie jedem Tisch einen Fragebogen hin und behalten Sie das Lösungsblatt. Wer kleine Schrift schlecht liest, bekommt den Bogen am Kopierer auf A3 vergrößert.

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